Kamer van KoophandelHandwerkskammer DüsseldorfIHK Duisburg

RÜCKBLICK

Arbeit mit Niederländern macht großen Spaß“

Mehr als 130 Gäste beim Neujahrsempfang des Portalprojekts

Gelungener Start in die zweite Runde: Mehr als 130 Gäste waren zum Neujahrsempfang des Portalprojekts im Businesszentrum Poort van Holland - Poort van Duitsland in Kleve erschienen. Dieses grenzüberschreitende Projekt der Kamer van Koophandel Centraal Gelderland, der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer Düsseldorf hilft kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Euregio Rhein-Waal beim Markteinritt ins jeweilige Nachbarland.

fotoDas Potenzial des grenzüberschreitenden Wirtschaftsraums verdeutlichte Almut Schmitz von NRW International, der neuen Organisation für die Außenhandelsförderung des Landes. „Das gemeinsame Handelsvolumen zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden gehört zu den größten der Welt“, sagte sie. Und davon profitieren bereits auch kleine und mittelständische Unternehmen, die im Nachbarland aktiv sind. „Wir erzielen inzwischen 50 Prozent unseres Umsatzes in den Niederlanden“, berichtete Gaby Schoofs-Winkelhofer von Schoofs Fensterbau aus Goch. Der Einstieg war allerdings nicht ganz einfach, das Unternehmen musste zunächst einen grundsätzlichen Branchenunterschied überwinden: Während die Kunden in Deutschland Fenster und Türen direkt beim Fachunternehmen in Auftrag geben, läuft der Kontakt in den Niederlanden fast ausschließlich über Bauunternehmen, die „Aannemer“. „Und da lag das Problem: Wie komme ich an den „Aannemer“ heran? Nachdem uns das geglückt war, lief es fast wie von selbst.“ Inzwischen sei sogar festzustellen: „Die Arbeit mit Niederländern macht großen Spaß!“

fotoDen umgekehrten Weg sind André Fikkers von Fiktech und Jos Mewe von Mediplus gegangen. Fikkers betreibt ein eigenes Ingenieurbüro, das auf die Prozessoptimierung in Industrieunternehmen spezialisiert ist. Mewe hat einen medizinischen Prüfdienst aufgebaut, der für Versicherungen und Unternehmen tätig ist. Beide gaben an, bei den ersten Veranstaltungen des Portalprojekts noch viel gelernt zu haben – von Kulturunterschieden bis zu juristischen Fallstricken.

Im Februar startet der zweite Teil der kostenlos zugänglichen Informationsveranstaltungen. Branchenspezifische Zusammenkünfte, Firmenbesichtigungen und so genannte Matchmakings in den Bereichen Food, Bau, Metall, Elektro, Design, Logistik und Umwelttechnik stehen auf dem Programm. Wichtiger Bestandteil ist das „Netzwerken“, der Austausch zwischen deutschen und niederländischen Kollegen. Eine aktuelle Übersicht über Orte und Programme bietet die Website www.portalprojekt.eu

fotoGleichzeitig können sich Unternehmen, die den Schritt ins Nachbarland wagen möchten, beraten lassen – und bis zu 70 Prozent der entstehenden Kosten erstattet bekommen (bis maximal 5.000 Euro pro Firma). „Förderungswürdig sind vorbereitende Arbeiten wie beispielsweise die Erstellung eines Businessplans, einer Marktanalyse oder die Übersetzung von Flyern und Internetseiten“, erklärte Ronald Cieraad von der Kamer van Koophandel. Kurzentschlossene Unternehmer könnten jetzt diese Chance nutzen; bis Ende April müssten die entsprechenden Tätigkeiten abgerechnet sein.

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Erfolgreicher Projektauftakt

fotoAm 16. Oktober fand die erste Veranstaltung im Rahmen des Portalprojektes statt. Die Initiatoren von der niederländischen Kamer van Koophandel Centraal Gelderland, der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer in Duisburg und der Handwerkskammer Düsseldorf hatten ins niederländische Vorden eingeladen, um sich mit den geschäftlichen Kulturunterschieden zwischen Deutschland und den Niederlanden auseinanderzusetzen.

Referentin Carla Seifert, renommierte Unternehmensberaterin, machte sich zunächst ein Bild von den Wünschen und Fragen der Teilnehmer, um ihren Workshop daran ausrichten zu können.

fotoAnschließend wurden die Teilnehmer aufgefordert, jeweils Vorurteile über das andere, aber auch über das eigene Land zusammenzutragen. Seifert erklärte anhand zahlreicher Beispiele mögliche Probleme, die im Umgang mit Geschäftspartnern aus dem jeweils anderen Land entstehen können, und hatte für die Teilnehmer viele Tipps, wie diese vermieden oder gelöst werden könnten. Zahlreiche Teilnehmer hat die fröhliche aber informative Runde überzeugt, sie haben sich bereits für weitere Veranstaltungen angemeldet.

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